Katheterlabore, CT, MRT, Robotik und digitale Infrastruktur sind Voraussetzung für geplante Leistungen in Krankenhäusern. Die Finanzierung von Medizintechnologie, die über Investitionen zu finanzieren ist, ist nicht Teil der Leistungsvergütung. Diese Investitionen werden von den Bundesländern getragen, aber nur theoretisch. Es gibt hier einen Investitionsstau.
Die Krankenhausfinanzierungsreform beantwortet bislang nicht die Frage, wie diese Investitionen künftig verlässlich finanziert werden sollen.
Die Krankenhausreform verändert die ökonomischen Grundlagen der stationären Versorgung. Über viele Jahre wurden Investitionen in Medizintechnik faktisch auch aus den Erlösen der Patientenbehandlung finanziert. Genau dieser Mechanismus der Quersubventionierung wird künftig nicht mehr funktionieren.
Moderne Medizin benötigt moderne Medizintechnik. Wer Krankenhäusern hochwertige Versorgung, Spezialisierung und Qualität vorgibt, muss deshalb auch die dafür notwendige Medizintechnik dauerhaft und verbindlich finanzieren. Der Transformationsfonds kann den Umbau von Strukturen unterstützen. Eine nachhaltige Finanzierung der Medizintechnik für Diagnostik und Therapie ersetzt er jedoch nicht. Krankenhausplanung und Investitionsfinanzierung müssen deshalb deutlich stärker zusammengedacht werden.
Healthcare Heads beschäftigt sich seit Jahren mit dieser Fragestellung und hat entsprechende Lösungsansätze entwickelt und in die gesundheitspolitische Diskussion eingebracht. Wir begrüßen ausdrücklich, dass der BVMed und der ZVEI das Thema auf die Agenda gesetzt haben.
Die Krankenhausreform bietet damit die Chance, nicht nur neu zu bestimmen, wo welche Medizin erbracht werden soll, sondern auch, wie die dafür notwendigen Investitionen dauerhaft finanziert werden. Eine leistungsfähige Krankenhausversorgung entsteht nicht allein durch Planung. Sie entsteht dort, wo medizinische Anforderungen und eine verlässliche Finanzierung der dafür erforderlichen Medizintechnik zusammenkommen.
Sprechen Sie uns gerne an. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Mehr zum Positionspapier von BVMed und ZVEI sowie zur Diskussion um die zukünftige Investitionsfinanzierung finden Sie hier:
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